Wie bekommt man am Donnerstagnachmittag mehr als 300 Besucher in die Massinger Turnhalle? Mit Trommelzauber.
Die Berta-Hummel-Schule in Massing hat sich zwischenzeitlich einen großen Namen zu den Möglichkeiten von Projektwochen gemacht. So war mit unter der Mitmachzirkus in Massing zu Gast. Die Schulleitung sorgt somit für einen abwechslungsreichen Schulalltag bei den Schülerinnen und Schülern.
Für das laufende Schuljahr hatte sich Rektorin Dagmar Rottbauer mit den Lehrkräften der Grundschule eine ganz besondere Aktion ausgewählt.
Unter dem Titel „Trommelzauber“ hatten die Schülerinnen und Schüler der Grundschule an den ersten drei Tagen jeweils eine Stunde an der Projektwoche beteiligt.
Johnny Lamprecht, der Erfinder und Chef des „Trommelzauber“ hat das Kind in sich nicht vergessen. Seine selbst komponierten Trommelzauber Lieder werden nicht nur von Kindern, sondern auch von Erwachsenen gerne gehört. Erlernt hatte er das Trommeln bei einem mehrjährigen Aufenthalt in Afrika und Lateinamerika in Senegal. Dort hatte er auch das Konzept Trommelzauber entwickelt. „Gemeinsam trommeln macht stark“, und davon konnten sich an die 300 Besucher, überzeugen.
Otto Klösel übernahm aus dem mehr als 10köpfigen Team die Tage in Massing. Seit seiner Jugend begleitet ihn die Leidenschaft für den Rhythmus und die Musik, mitunter hat er eine 44jährige Bühnenerfahrung. Sein Motto lautet: „Beat drums not people“ - „Schlagt Trommeln, keine Menschen“.
Rektorin Dagmar Rottbauer konnte neben den vielen Eltern, Geschwister und Großeltern Robert Niederleitner, den Leiter des HPZ Rottal-Inn als Kooperationspartner, begrüßen. Schüler aus dem HPZ verstärkten eine Gruppe. Weiter galt der Gruß auch Bürgermeister Christian Thiel und den anwesenden Markträten, dem Personal der offenen Ganztagesschule „Schlaumeier“ mit ihrem Vorsitzenden Josef Auer.
Ein besonderer Dank ging an den Elternbeirat unter Vorsitz von Elisabeth Hüttner, die mit der Gewinnung von Sponsoren die Woche möglich machten.
Mit einem Mutmachlied startet der Flug mit Kapitän Otto Richtung Afrika mit dem Ziel Tamburena. Starker Gegenwind mit entsprechenden Turbulenzen, eine holprige Landung und die Suche nach dem gewählten Ziel wurden in verschiedenen Rhythmen mit den Trommeln untermalt.
Die Zuschauer waren durchwegs begeistert, welches Rhythmusgefühl die Kinder in der vergangenen Woche erlernt und an den Trommeln zum Besten gaben.
Der Tanz der Elefanten, Affen, Gazellen und Giraffen, das Freundschaftstrommellied und das Lied „Wir sind Kinder einer Welt“ sorgten für ein kurzweiliges Programm. Spannend wurde es bei der Aufforderung von Otto, die fehlenden „Startänzer“ durch Papas zur ersetzen. Und tatsächlich fanden sich ausreichen Tänzer auf der „Bühne“ ein.
In dieser Woche hatten alle Grundschulkinder gemeinsam getrommelt, getanzt und gesunden. Jedes Kind konnte von der ersten Minute an mitmachen und ein Erfolgserlebnis haben. Bei Kindern und Lehrkräften wurden nach Aussage von Rottbauer reichlich Glückshormone freigesetzt, was man in den Gesichtern der Beteiligten ablesen konnte. Gemeinsam wurde gebastelt und gemalt, so dass diese schöne Veranstaltung präsentiert werden konnte.
Ein besonderer Dank der Rektorin galt Lehrerin Gudrun Heuwieser, die über Monate die federführende Leitung der Projektwoche innehatte. Der Erlös aus dem Verkauf von Bastelartikel kommt dem Projekt „Othandweni“ von Magdalena Zwicklbauer, geb. Platzer, zugute. Seit 2014 unterstützt sie mit Ihren Aktionen ein Kinderheim in Soweto (Südafrika) und die Bewohner des kleinen Dorfes Molote.
Alle Schülerinnen und Schüler können gespannt sein, welches großen Projekte in den nächsten Jahren vorgestellt werden.